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04.12 2013 - Martinsbrunn feiert 10 Jahre Palliative Care


In Anwesenheit von viel Prominenz und Mitarbeiter von Palliative Care Martinsbrunn wurden im Stadttheater von Meran in einer beeindruckenden Feier die 10 Jahre Palliativstation Martinsbrunn gefeiert. Vor über zehn Jahren wurde beschlossen, in der Privatklinik Martinsbrunn eine Palliativstation zu errichten.

Sowohl die Generaloberin der Barmherzigen Schwestern von Innsbruck Sr. Mag. Pauline Thorer als auch die Provinzoberin der Barmherzigen Schwestern von Meran , Sr. Dr. Elisabeth Pfattner begrüßten die vielen Ehrengäste und wiesen auf die wertvolle Arbeit der Mitarbeiter hin, welche exemplarisch im Sinne ihres Ordensgründers sei, „ …immer für Notleidende und Hilfesuchenden da zu sein“. Allen voran dankten sie LR a.D. Dr. Otto Saurer, Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, Dr. Andreas Fabi und Dr. Sepp Haller, die sich vor 10 Jahren zusammen mit den Mitarbeitern um die Entstehung dieser Station sehr verdient gemacht hätten.

Landesrat Dr. Richard Theiner sagte in seiner Grussrede sehr treffend : „ Ein menschenwürdiger Umgang mit dem Sterben und dem Tod ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft, die den Gedanken an Krankheit, Leid und Tod gerne beiseite schiebt, ausblendet oder an Spezialisten delegiert. An dieser Stelle setzt Palliative Care ein. Es ist ein Versorgungskonzept, um schwerkranken, alten und sterbenden Menschen und ihren pflegenden Angehörigen eine würdige Behandlung und Begleitung bis zuletzt zu garantieren. Die Menschen sollen die Zeit, die ihnen noch bleibt, so gestalten und leben können, wie sie es möchten. Es geht auch darum, körperliche, seelische, soziale und spirituelle Leiden frühzeitig zu erkennen und zu lindern. Auch die Angehörigen werden eingebunden und unterstützt. Die Privatklinik Martinsbrunn ist Vorreiterin bei der palliativen Versorgung, weitere Initiativen sind anschließend in ganz Südtirol entstanden.“

Dr. Andreas Fabi, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes sprach in seiner Rede davon .“..Es gehe nicht darum, um jeden Preis die Lebenszeit zu verlängern! Palliative-Care ziele darauf, die Lebensqualität von Patienten, ihren Angehörigen und Freunden zu verbessern und die Probleme, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung notgedrungen einhergehen, bestmöglich zu lösen. Dieser Ansatz war Auftrag und Aufgabe zugleich für die Verantwortlichen der Palliativstation Martinsbrunn in den vergangenen zehn Jahren. Heute sei die Einrichtung eine nicht mehr wegzudenkende Realität in Südtirol und gut vernetzt und eingebunden in andere Betreuungsangebote. Martinsbrunn hat in diesen zehn Jahren eine spezifische Kompetenz entwickelt.“

Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder sagt: „10 Jahre Palliativstation Martins-brunn - das bedeutet zehn Jahre lang dem Leben auch im Sterben Würde verleihen. Menschlichkeit, Fürsorglichkeit bis zum letzten Atemzug erleben, sich aufgehoben wissen in dunkeln, besonders schweren Zeiten. Dies wurde mit der Eröffnung der Palliativstation in Martinsbrunn möglich. Heute, nach einem Jahrzehnt, ist diese Einrichtung nicht mehr wegzudenken. Die medizinische, pflegerische, psychologische und seelsorgerische Betreuung der unheilbar kranken Patienten ist von unschätzbarem Wert – für die Patienten selbst und für die Angehörigen.

Dr. Andrea Gabis, die Leiterin der Station, brachte gemeinsam mit Monika Köllemann in einem kurzen Rückblick beeindruckende Bilder und Zahlen. So konnten in diesen 10 Jahren über 1500 Patienten auf der Station betreut werden, viele Feste gefeiert, viele Patienten und Angehörige betreut werden. Auch mit Hilfe des Fördervereines Palliative Care, dem Hugo Hartmann als Präsident vorsteht, konnte ein Verein zur Unterstützung der Arbeit und für Hilfe in Notfällen eingerichtet werden.

Höhepunkt der Feier war die Uraufführung der für diesen Anlass komponierten „Elegie – Den Tagen mehr Leben“ Op. 67 von Richard Josef Sigmund. In 12 musikalischen Bildern, mit bewegenden Texten, welche teils von Mitarbeitern und Pa-tienten oder Angehörigen geschrieben wurden, gelang es Chor, Solisten und Orchester die Besucher im vollbesetzten Stadttheater zu berühren. Zur wunderschönen Musik inszenierte Sigmund einen Bilderreigen, der alle Besucher tief bewegte.

In einer abschließenden Stellungnahme brachte es Geschäftsführer Mag. Gerhard Lipp auf den Punkt: „Die Kultur einer Gesellschaft erkennt man daran, wie mit den alten und kranken Menschen umgegangen wird. Dieser bekannte Satz beschreibt sehr viel von dem, was in Martinsbrunn täglich als Beitrag zu einer wahrlich hochstehenden Kultur geleistet wird. Besonders im Palliativ-Bereich steht das gesamte Team ununterbrochen vor anspruchsvollen, schwierigen und emotional belastenden Aufgaben. Menschen in dieser Lebensphase zu betreuen und sie und ihre Angehörigen zu begleiten, verlangt viel Gefühl, Stärke, fachliche und menschliche Kompetenz. Die Idee, eine erste Abteilung dieser Art für Südtirol zu entwickeln, wurde sehr zielstrebig vorangetrieben und von den Verantwortlichen und allen Mitarbeitern beispielhaft umgesetzt und weiterentwickelt. All die Erfahrung die gesammelt wurde, bildet die gute Basis für den zukünftigen Ausbau im Rahmen eines regional übergreifenden und interdisziplinären Palliativ-Netzwerks. Dieses Netz-werk soll sicherstellen, dass an jedem Ort, wo es notwendig und sinnvoll ist, der Palliativ-Gedanke dort gelebt werden kann, wo es für den Betroffenen am wichtigsten ist.“

 

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